KRITIS | 9. September 2026

KRITIS-Dachgesetz: Physischer Schutz wird zur strategischen Aufgabe

Mit dem KRITIS-Dachgesetz verändert sich der Blick auf den Schutz Kritischer Infrastrukturen. Sicherheit bedeutet nicht mehr ausschließlich Schutz vor digitalen Angriffen. Auch der physische Schutz von Anlagen, Gebäuden und Betriebsgeländen rückt stärker in den Fokus.

Energieversorgung, Wasser, Verkehr, Telekommunikation, Gesundheit oder Lebensmittelversorgung – viele Bereiche unseres täglichen Lebens hängen von Infrastrukturen ab, deren Ausfall weitreichende Folgen haben kann.

Genau deshalb stellt sich für Betreiber Kritischer Infrastrukturen eine zentrale Frage:

Wie widerstandsfähig ist die eigene Infrastruktur gegenüber unterschiedlichen Bedrohungen?

Dabei geht es nicht ausschließlich um Cyberangriffe. Auch Sabotage, unbefugtes Eindringen, Diebstahl, Vandalismus oder gezielte Angriffe auf sensible Bereiche können den Betrieb beeinträchtigen.

Sicherheit beginnt an der Grundstücksgrenze

Ein effektives Sicherheitskonzept muss deshalb möglichst früh ansetzen.

Der Perimeter eines Geländes bildet die erste physische Schutzlinie. Je früher ein potenzieller Eindringversuch erkannt wird, desto mehr Zeit bleibt für Bewertung und Reaktion.

Dabei ist ein Zaun allein jedoch keine Sicherheitslösung.

Ein modernes Perimeterschutzsystem kann beispielsweise Bewegungen erkennen und Sicherheitsverantwortliche über relevante Ereignisse informieren. In Kombination mit Videoüberwachung lässt sich ein Vorfall zusätzlich überprüfen und besser bewerten.

Doch auch hier endet Sicherheit nicht am Perimeter.

Zutritt kontrollieren, Ereignisse verstehen

Nach dem äußeren Schutz folgt die nächste Ebene: der kontrollierte Zugang zu Gebäuden und sensiblen Bereichen.

Nicht jeder Mitarbeiter, Dienstleister oder Besucher benötigt Zugang zu allen Bereichen. Moderne Zutrittskontrolle ermöglicht es, Berechtigungen gezielt zu vergeben und nachvollziehbar zu verwalten.

Kommt es zu einem sicherheitsrelevanten Ereignis, ist außerdem ein möglichst vollständiges Lagebild entscheidend.

Welche Person hat einen Bereich betreten? Wann wurde ein Tor geöffnet? Was hat die Videoüberwachung zum gleichen Zeitpunkt erfasst? Wurde bereits am Perimeter eine Auffälligkeit erkannt?

Je besser diese Informationen zusammengeführt werden, desto schneller kann eine Situation bewertet werden.

Resilienz bedeutet mehr als Prävention

Der entscheidende Gedanke hinter moderner KRITIS-Sicherheit lautet deshalb: Nicht jeder Vorfall lässt sich verhindern. Aber seine Auswirkungen können begrenzt werden.

Dafür müssen Unternehmen wissen, welche Bereiche besonders kritisch sind, welche Bedrohungen realistisch sind und wie Sicherheitsmaßnahmen im Ernstfall zusammenspielen.

Physischer Schutz wird damit von einer technischen Einzelmaßnahme zu einem Bestandteil der gesamten Resilienzstrategie.

The Fence is not enough.

Ein Zaun kann einen Eindringling aufhalten. Ein ganzheitliches Sicherheitskonzept sorgt dafür, dass ein möglicher Angriff möglichst früh erkannt, bewertet und bearbeitet werden kann.

Sicherheit ganzheitlich denken

Für Betreiber Kritischer Infrastrukturen bedeutet das: Bestehende Sicherheitskonzepte sollten regelmäßig hinterfragt werden.

Wo liegen die tatsächlichen Schwachstellen? Welche Bereiche sind besonders schützenswert? Was passiert bei einem Ausfall einzelner Systeme? Und vor allem: Sind die verschiedenen Sicherheitslösungen miteinander verzahnt?

Novatec unterstützt Unternehmen dabei, genau diese Fragen zu beantworten – mit Lösungen für Perimeterschutz, Zutrittskontrolle, Videoüberwachung und weitere Bereiche der physischen Sicherheit.

Denn kritische Infrastruktur verdient mehr als einzelne Sicherheitsmaßnahmen.

Sie braucht ein Sicherheitskonzept, das auch dann funktioniert, wenn es darauf ankommt.